Ich konzipiere, formatiere und kuratiere - auch gerne im Team - künstlerische und diskursive Veranstaltungen im Kultur-bereich wie Festivals, Kongresse, Reihen, Akademien, Tagungen, z.B.:

 

Tanzkongress 2006, 2009, 2013, 2016

Im Auftrag der Kulturstiftung des Bundes war ich zusammen mit Sabine Gehm von 2006 bis 2016 für das Programm, die Geschäftsführung und Dokumentation von vier Tanzkongressen verantwortlich. Nach dem ersten Pilotprojekt 2006 am HKW Berlin folgten ca. alle 3 Jahre weitere Ausgaben in Hamburg, Düsseldorf und Hannover mit jeweils ca. 1.000 Referent*innen und Teilnehmer*innen sowie bis zu 6.000 Besucher*innen der Gastspiele. Seit der Wiederaufnahme nach dem Vorbild der historischen Tänzerkongresse der 1920er Jahre hat sich der Kongress schnell zu einer der wichtigsten Veranstaltungen, Netzwerktreffen und Reflexionsstätten der deutschen Tanzszene entwickelt und ist einer der kulturellen Leuchttürme der Kulturstiftung des Bundes geworden.

In ausführlichen Recherchen und Vorveranstaltungen mit Beteiligung der Szene, wie z. B. in "Open Spaces", wurden aktuelle Tendenzen der Kunstform Tanz aufgespürt und aus künstlerischen und wissenschaftlichen Perspektiven in Vorträgen, Gesprächen, Workshops und Performances reflektiert. Jede Edition hatte einen thematischen Fokus: Wissen in Bewegung (2006), das politische Potenzial des Tanzes (2009), Übersetzungsprozesse zwischen verschiedenen Kulturen (2013) und Phänomene von Zeitgenossenschaft (2016).

On the Road #4 

ON THE ROAD war ein deutschlandweites kostenfreies Fort- und Weiterbildungsangebot des Bundsverband Freie Darstellende Künste (BFDK) in den Performing Arts. Das 4-tägige Programm der Ausgabe #4 in Mannheim (2018) habe ich in Abstimmung mit den Landesverbänden der Region gestaltet. Die mobile Akademie widmet sich mit Fürsprachen, Coaching-Methoden, Beratungen, Schreibwerkstätten, Workshops und der Tauschbörse des Wissens der Selbstermächtigung der Szene.


Depot Erbe

Choreograf*innen und Künstler*innen aus ganz Europa versammelten sich im Frühjahr 2017 im Museum für Neue Kunst und im Theater Freiburg, um die Tradition von Erbschaft umzudenken: Wer erbt, besitzt nicht – er nimmt teil. DEPOT ERBE, ein Tanzfonds Erbe Projekt, fragte, wie man Vergangenes für die Zukunft aufbereiten kann. Eine  5-wöchige Ausstellung und eine öffentliche Tagung luden Besucher*innen dazu ein, kulturelles Erbe als unbeendete Hinterlassenschaft fortzusetzen. Gemeinsam mit der Dramaturgin Anne Kersting habe ich die Tagung und die Publikation konzipiert.


 

StandArtBox

Die kleinste Einheit des internationalen Überseehandels, einem der wichtigsten Wirtschaftszweige Hamburgs, ist eine 20-Fuß große Standardbox aus Metall. Einen längsseitig verglasten Container hat DepArtment 2003 als mobilen Veranstaltungsraum in die Hafenstadt geholt und ihn „StandArtBox“ getauft. Für die erste Reihe temporärer Kunstprojekte im öffentlichen Raum "Arbeiten im Container" haben wir die Choreograph*innen Angela Guerreiro und Jochen Roller, das Projektionisten-Duo dura lux und die Regisseurin Judith Wilske eingeladen, die StandArtBox im Sommer 2004 für jeweils eine Woche in Szene zu setzen. Mit Performances, Installationen und Projektionen am Altonaer Balkon und in Planten un Blomen rückten die Künstler*innen den Container als heimlichen Protagonisten der Globalisierung endlich ins Licht  der Öffentlichkeit.

 

 5. Festival Politik im Freien Theater

2002 gastierte das im Rhythmus von drei Jahren stattfindende Festival Politik im Freien Theater, eine der größten Plattformen des deutschsprachigen Freien Theaters, in Hamburg. 17 Gruppen  zeigten Arbeiten, die sich mit aktuellen politischen und sozialen Themen auseinandersetzen. Teil des von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb 1988 initierten Festivals war ein komplexes Rahmenprogramm mit Workshops, Vorträgen, Ausstel-lungen, Filmen etc. Als Teil des Auswahlgremiums war ich für die Programmgestaltung des Festivals und der Vorveranstaltungen verantwortlich.